Gesünder essen – versteckten Fetten auf der Spur

Meist ist Übergewicht das Ergebnis von falscher Ernährung und zu wenig Bewegung, die sich im Laufe der Zeit in Form von unerwünschten Fettpolstern zeigen. In der Hauptsache ist unsere Nahrung dafür verantwortlich, wenn die Waage zu viel anzeigt.

Nahrung mit viel Fettanteil

Oft wissen wir gar nicht, wie viel Fett in Lebensmitteln steckt. Bei den meisten Produkten kann man schwer erkennen, ob es sich um Kalorienbomben handelt.

Wer vorproduzierte und abgepackte Lebensmittel einkauft, sollte die Nährwerttabellen auf der Rückseite genau studieren. Hier bekommt er Auskunft über den Anteil von Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate pro 100 g. Wer beim Einkauf nicht genau hinschaut, hat schnell seinen Tagesbedarf an Fett und Kalorien überschritten. Bei frischen Produkten ist es leichter, Fette zu entlarven.

Fett ist zwar ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung, doch nur, wenn wir es nicht im Übermaß aufnehmen. Wir sollten vor allem gesunde Fette verwerten, denn diese liefern uns hochwertige, ungesättigte und lebenswichtige Fettsäuren.

So erkennt man versteckte Fette

Mit einigen Tricks lassen sich versteckte Fette leichter identifizieren. Die unscheinbaren Angaben auf der Verpackungsrückseite geben Auskunft. Nicht jedes versteckte Fett muss jedoch akribisch umgangen werden. Manche Fette sind durchaus gesund, nämlich solche, die ungesättigte Fettsäuren enthalten. In der Regel sind das Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Sie übernehmen viele wichtige Aufgaben im Körper, die ohne sie nicht stattfinden könnten.Erdnüsse

Versteckte Fette sind nicht nur in Fast Food, Gebäck und Pommes Frites enthalten. Sie lauern quasi überall. Bei Fetträndern an Wurst, Schinken und Braten ist der Dickmacher relativ leicht zu erkennen. Doch die Fette, die sich in den Produkten verbergen, können es in sich haben, ohne dass man es vermutet. Erdnüsse haben 76% Fett, ebenso viele wie Chips. Wiener Würstchen haben sogar mehr Fett als Pommes Frites, ihr Fettanteil liegt bei 80 %. Dickmacher sind auch BratwurstMarmorkuchen und Croissants, beide enthalten 52-54 % Fett. Versteckte Fette verbergen sich in Wurst, Fleisch, Käse, Eiern, Sahnequark und anderen fettreichen Milchprodukten. Tiefkühl-Gemüsegerichte, die man in der Pfanne erwärmt, sind nicht unbedingt fettarm. Oft sind sie mit Sahnesoßen zubereitet.

Auch in manchen Fischarten wie Makrele findet sich ein hoher Fettanteil. Doch hier muss man unterscheiden, denn Makrele enthält die lebenswichtigen ungesättigten Fettsäuren. Bei Wurst kann man davon ausgehen: Je streichfähiger sie ist, desto mehr Fett hat sie auch. Beim Einkauf an der Käsetheke kann man heute aus vielen fettarmen Sorten mit höchstens 30 % Fett in der Trockenmasse wählen.

Die Verkäufer beraten einen gerne. Cremige Käsesorten wie Camembert, Brie oder Schmelzkäse haben meist 50 % Fett. Nicht nur Schokolade, auch Mayonnaise, Pesto und Pizza sind wahre Dickmacher. Hierin sind und einfache Kohlenhydrate und viel Fett enthalten, das sich sofort in den Fettzellen einlagert. Auch Brathähnchen, Salami und Butter sollte jeder meiden, der sich gesund und fettarm ernähren möchte.

Gesünder essen ist viel leichter als man glaubt

Um sich gesünder und kalorienärmer zu ernähren, braucht man nicht unbedingt die komplette Ernährungsweise umzustellen. Oft reicht es schon, wenn man kalorienreiche Lebensmittel durch leichte Produkte ersetzt. Eine Möglichkeit sind zum Beispiel „Light“-Lebensmittel, doch noch besser ist der Austausch hochkalorischer Fette durch aromatische, frische und nicht verarbeitete Ersatzprodukte; mit diesen Lebensmitteln tut man seinem Körper generell mehr Gutes als mit verarbeiteten Produkten, die deutlich weniger Vitamine haben als frische.

Es gibt viele Ersatzprodukte, die als leichte Variante ebenso gut schmecken und für den Körper garantiert gesünder sind. Fettreicher Käse und Wurst lassen sich leicht durch fettarme Sorten ersetzen. Auch bei Milchprodukten kann man auf magere Sorten umsteigen. Auf Salzgebäck, Kuchen und Pralinen sollte man möglichst verzichten. Gerade in der Fettglasur sind etliche Kalorien enthalten. Wer etwas naschen möchte, nimmt am besten getrocknete Früchte. Sie haben eine natürliche Fruchtsüße und sind deutlich kalorienärmer als zuckerhaltige Süßigkeiten. Wer die richtigen Produkte auswählt, kann bereits beim Einkauf jede Menge Fett einsparen.

Natürlich kommt es auch auf die Zubereitung der Speisen an. Zum Braten sollte man so wenig Fett wie möglich und eine beschichtete Pfanne verwenden. Auch Frittieren sollte lieber tabu sein. Schwere Salatsoßen und Marinaden können durch leichte Dressings ersetzt werden. Richtig essen heißt, bewusst zu essen. Je schneller man Speisen konsumiert, desto größer ist die Kalorienzufuhr. Man isst automatisch mehr, als man eigentlich beabsichtigt. Langsam genießen ist die Devise. So stellt sich schneller ein Sättigungsgefühl ein. Einmal eine Kalorienbombe naschen, ist dann durchaus mal gestattet.

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