Die Vitamine in unserem Körper: Genau erklärt, wofür sie sind!

Vitamine sind echte „Allrounder“ in unserem Körper, ohne Vitamine könnten wir gar nicht überleben, da sie eine Vielzahl lebenswichtiger Funktionen unterstützen: sie dienen zur Regeneration von Zellen, stärken unser Immunsystem und unterstützen den Stoffwechsel.

Insgesamt sind 13 essenzielle Vitamine bekannt, dabei unterscheidet man zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen.

Fettlösliche Vitamine

Die Vitamine A, D, E und K gehören zu den sogenannten fettlöslichen Vitaminen und können nur in Verbindung mit Fett aufgenommen werden. Zudem ist der Körper in der Lage, diese Vitamine im Körper „abzuspeichern“ und somit einen längeren Zeitraum ohne neue Aufnahme dieser zu überbrücken.

Vitamin A (Retinol)
Hat eine Menge an Aufgaben zu bewältigen: Es ist verantwortlich für die Regeneration unserer Haut, der Blutkörperchen,  unserer Knochen, dem Stoffwechsel sowie der Funktion der Augen.

Zum Glück ist es in vielen Lebensmitteln enthalten, so dass die genügende Aufnahme kein Problem darstellen sollte. Hauptsächlich kommt es Milch- und Tierprodukten vor, aber auch in vielen Gemüsesorten wie Spinat, Brokkoli, Karotten oder Tomaten.

UV Licht

Vitamin D wird mit Unterstützung von UV-Licht produziert.
manwalk / pixelio.de

Vitamin D (Calciferol)
Erhält unsere Knochen und Zähne. Vitamin D Mangel kann weitreichende Folgen haben wie zum Beispiel übermäßiges Schwitzen, Magen-Darm-Probleme oder Knochenentkalkung oder schlechte Zähne, bei Kindern kann es zu dem zu Wachstumsstörungen kommen.

Im Gegensatz zu anderen Vitaminen ist dieses nur in wenigen Produkten wie z.B. (fettigem) Fisch oder Käse enthalten. Zusätzlich produziert unser Körper diesen Stoff selber, aber nur unter Einfluss von UV-Licht, welches z.B. die Sonne oder das Solarium ausstrahlt.

Vitamin E (Tocopherol)
Schützt unseren Körper vor der Zerstörung unserer Zellen durch freie Radikale, einen Mangel dieses Vitamins gibt es in Europa praktisch nicht, da es sehr gut vom Körper gespeichert wird und über die tägliche Nahrung z.B. durch Vollkornprodukte, Öle (wie Sonnenblumenöl), Nüsse oder Eier aufgenommen wird. Ein Mangel tritt meistens nur in Verbindung mit anderen Krankheiten auf.

Vitamin K (Phyllochinon)
Ist für unser Blutgerinnungssystem verantwortlich. Jeder kennt es wenn er sich einmal geschnitten hat: Die Blutung hört i.d.R. von alleine auf, ohne diese Funktion würden wir bei Schnittwunden schnell in bedrohliche Lage geraten.

Es ist reichlich in Kohl oder Spinat, aber auch Getreide, Kiwi oder Champignons enthalten.

Wasserlösliche Vitamine

Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören alle B-Vitamine, sowie das allseitsbekannte Vitamin C. Im Gegensatz zu den fettlöslichen Vitaminen kann unser Körper diese Vitamine – mit Ausnahme des B12 Vitamins –  nicht speichern!

Es ist also nicht möglich von den wasserlöslichen Vitaminen „einen Vorrat anzulegen“, sondern man muss kontinuierlich mit der täglichen Nahrungsaufnahme ausreichende Mengen zu sich nehmen. Werden mehr Vitamine als eigentlich notwendig aufgenommen, scheidet unser Körper die überschüssige Menge wieder aus.

Vitamin B1 (Thiamin)
Ist verantwortlich für unseren Stoffwechsel als auch das Nervensystem. Mangelerscheinungen sind Störungen des Stoffwechsels, Depressionen oder Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit. Man kann also sagen, allgemeines Unwohlbefinden.

Zu finden ist es in Kartoffeln, Grünkohl, Rosenkohl, Schweinefleisch oder Sonnenblumenkernen.

Vitamin B2 (Riboflavin)
Riboflavin ist mit verantwortlich für die richtige Verteilung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen in Organismus, sowie bei der Entgiftung körperfremdlichen Subtanzen wie z.B. Medikamenten. Bei einer Unterversorgung kann es zu wunde Mundwinkel, stetiger Tränenfluss in Verbindung mit Augenjucken und Schleimthautentzündungen kommen.

Glücklicherweise findet es ein breites Vorkommen: Es ist in Milchprodukten, Fleisch, Fisch, sowie Vollkornprodukten und Eiern enthalten.

Vitamin B3 (Niacin)
Ist an dem Fett-, Eiweiß als auch Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt und dient zugleich zur Regeneration von Muskeln, Nerven, DNA und unserer Haut.

Kommt es zu einer Mangelerscheinung so sind Durchfall oder trockene, rissige Haut nicht selten. Da es ein weites Vorkommen hat (alle Fleischsorten, Fisch, Milchprodukte, Vollkornprodukte, Nüsse und der in Deutschland weitverbreitete Kaffee), kommt ein Mangel von Niacin praktisch kaum vor.

Vitmain B5 (Pantothensäure)
Ähnlich wie Vitamin B3 ist die Pantothensäure an dem Stoffwechsel beteiligt. Zusätzlich trägt seine Funktion bei der Bildung gewisser Hormone sowie Fettsäuren bei.

Da es ebenfalls ein weitreichendes Vorkommen hat (siehe Niacin) ist eine Mangelerscheinung äußerst selten

Vitamin B6 (Pyridoxin)
Ebenfalls ähnliche Aufgaben wie die Pantothensäure und Niacin übernimmt das Pyridoxin. Ebenfalls ist es am Eiweißstoffwechsel beteiligt, zusätzlich unterstützt es das Nervensystem und bildet rote Blutkörperchen.

Typische Erscheinungen bei einem Mangel von Pyridoxin sind Gewichtsverlust, Schwindel- oder Übelkeit und Hautentzündungen. Auch hier ist eine Mangelerscheinung äußerst selten und meist nur in Verbindung mit bestimmten Arzneien vorhanden. Ebenso wie die anderen beiden zuerst genannten Vitamine kommt es in sehr vielen Lebensmitteln vor.

Vitamin B8 (Folsäure)
Folsäure ist wichtig zur Regeneration der Zellen sowie der Zellteilung. Zudem soll es das Risiko für Arteriosklerosekrebs senken.

Durchfall und Magendarm-Störungen sind typische Mangelerscheinungen, aber auch Blutarmut kann auf ein Vitamin B8 Mangel hindeuten.

Folsäure findet sich in allen Kohlsorten und grünem Gemüse, aber auch Eiern und Vollkornprodukten wieder.

Vitamin B12 (Cobalamin)
Ähnlich wie das Pyrydoxin trägt Cobalamin zur Bildung der roten Blutkörperchen bei, zusätzlich ist es am Abbau von diversen Fettsäuren beteiligt.

Bei zu wenig B12 im Körper kann es zur Blutarmut kommen, typische Symptome hier für sind Müdigkeit, Schwindelgefühle oder Taubheitsgefühle.

B12 ist in pflanzlichen Produkten kaum vorzufinden, dafür in Fisch, Milchprodukte, Innereien oder der Leber.

Vitamin C

Vitamin C findet sich hauptsächlich in Zitrusfrüchten
Daniel Rennen / pixelio.de

Vitamin C (Ascorbinsäure).
Vitamin C gehört wohl zu den bekanntesten Vitaminen im menschlichen Körper. Jedem Kind wird früh gelehrt, wie wichtig dieser tägliche Bedarf ist. Kein Wunder, übernimmt es eine Vielzahl von wichtigen Funktionen: Stärkung des Immunsystems, Entgiftet den Körper, fördert die Eisenaufnahme und befreit den Körper von freien Radikalen.

Bei einer starken Unterversorgung besteht die Gefahr an Skorbut zu erkranken. Ansonsten sind typische Mangelerscheinungen häufiges krank sein, schlechte Wundheilung oder Müdigkeit.

Ascorbinsäure findet sich in einer Vielzahl von Lebensmitteln wieder: Zitrusfrüchte, Kiwi, Paprika, alle Kohlarten oder frisches Obst.

Hinweis: Zusätzlich hat Vitamin C die positive Eigenschaft, unsere Fettverbrennung anzuregen!

Vitamin H (Biotin)
Biotin unterstützt die Bildung lebenswichtiger Fettsäuren sowie die Energieproduktion in unserem Körper.

Daher treten bei Mangelerscheinungen – welche sehr selten vorkommen – Müdigkeit, Depressionen und Unwohlbefinden auf.

Vitamin H ist ebenfalls in vielen Lebensmitteln wie Nüssen, Weizen, Spinat, Milchprodukten oder Champignons zu finden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

17 − dreizehn =

Impressum