Bluthochdruck – Die moderne Volkskrankheit!

Bluthochdruck

Immer mehr Menschen leiden an Bluthochdruck
Rainer Sturm / pixelio.de

Man könnte behaupten Bluthochdruck sei eine moderne Volkskrankheit geworden. Mittlerweile sind aber rund 30 % aller Deutschen bereits an Bluthochdruck erkrankt – viele auch ohne etwas davon zu wissen! Man sollte sich vor Augen führen, dass jährlich rund 400.000 Menschen an den weitreichenden Folgen dieser Krankheit sterben!

Was ist Bluthochdruck überhaupt?

Unser Blut wird durch unser Herz durch unseren Körper gepumpt, damit alle Organe und Gefäße ausreichend versorgt werden. Mit jedem Herzschlag, sprich wenn sich unser Herz zusammenzieht, wird das Blut durch unsere Arterien gepumpt.

Der Blutdruck wird mit zwei Werten angegeben: Optimal ist ein Blutdruck von 120 zu 80

Mit dem ersten Wert (120) wird die Pumpleistung des Herzens beim Zusammenziehen des Herzmuskels beurteilt, dies nennt man systolischer Blutdruck.
Der zweite Wert (80) hingegen gibt den Druck beim Erschlafen des Herzmuskels an und gibt somit Aufschluss darüber, wie viel „Widerstand“ das Blut in den Arterien überwinden muss, um in den Kreislauf zu gelangen.

120 = systolischer Blutdruck
80 = diastolischer Blutdruck

Sind diese Werte erhöht, spricht man von Bluthochdruck.

Wodran erkennt man Bluthochdruck?

Bluthochdruck, in der Fachsprache Hypertonie, macht sich nicht bemerkbar
wie etwa die winterliche Grippe oder der sommerliche Heuschnupfen. Es
kommt langsam und ohne großes Aufsehen. 120 zu 80 (mmHg – Milliter
Quecksilbersäule) gilt als optimaler Blutdruck, ab 140 zu 90 spricht man
von Bluthochdruck, dem entgegengewirkt werden muss.

Was sind die Ursachen für Bluthochdruck?

Bluthochdruck entsteht hauptsächlich durch 4 Ursachen:
– Stress
– Bewegungsmangel
– Übergewicht
– Genetik

Die ersten 3 Punkte kommen in der heutigen modernen Welt fast überfall
vor: Stress findet sich auf der Arbeit, zum Sport kommt man dank wenig
Freizeit kaum und an Übergewicht sind bereis über 50 % der deutschen
erkrankt!

Aber das Positive: An den ersten 3 Punkten kann man, sofern man wirklich
den Willen dafür aufbringt, auch etwas ändern! Lediglich für Punkt 4,
die Genetik, kann keiner was für, man kann diesem dann nur entgegensteuern.

Lesen Sie auch: Die Folgen von Übergewicht!

Ein kleiner Einblick in die Geschichte

Früher, vor hunderten und tausenden von Jahren, waren die Menschen
stetig unterwegs auf der Jagd nach Beute, der Luxus, täglich ausreichend
zu Essen zu haben, kam zudem selten vor. Die Gefahr an Bluthochdruck zu
erkranken bestand daher praktisch kaum. Im Laufe der Evolution haben
sich diese Umstände in den westliche Länderndrastisch geändert: Wer
heutzutage was Essen möchte geht zum Kühlschrank, es sind keine
kilometerweiten Märsche mehr nötig und ausreichend zu essen ist
ebenfalls fast alltäglich geworden.

Durch den Mangel an körperlichen Aktivitäten und der ständigen
Verfügbarkeit mehr oder weniger hochwertiger Nahrung kommt es dazu, dass
der Mensch zum Einen mehr Energie aufnimmt als eigentlich notwendig, zum
Anderen die Gefäß- und Skelettmuskulatur unterfordert wird. Beide
Umstände fördern die Verkalkung der Gefäßwände und damit den Bluthochdruck.

Stille Gefahr – Die Folgen des Bluthochdrucks

Von vielen wird diese „Volkskrankheit“ auf die leichte Schulter
genommen, zu Unrecht! Die weitreichenden körperlichen Folge sind vielen
Menschen gar nicht bewusst: Durch zu hohen Druck in den Blutgefäßen
werden die Arterienwände geschädigt, in dessen Folge werden diese
starrer und enger, was wiedrum den Bluthochdruck weiter erhöht – ein
Teufelskreis.
Durch diese Engstellen kann es zum Blutmangel im Herzen und Gehirn
kommen, weiterehin können chronische Durchblutungsstörungen Nieren- als
auch Netzhautschäden verursachen.

Mögliche Folgen sind:

– Netzhauschäden (Augen)
– Schlaganfall
– Herzinfarkt
– Herzvergrößerung
– Nierenschäden / Nierenversagen
– Arteriosklerose

Hinweis: Leichte Hypertonie (leichter Bluthochdruck) verursacht zwar
keine Symptone, schadet den Blutgefäßen langfristig betrachtet aber dennoch!

Dem Bluthochdruck entgegenwirken

Sie sollten Hypertonie als aktuellen Zustand ihres Körpers betrachten,
den Sie selber ändern können. Die allgemeine Volksregel dabei lautet
Weniger Essen, mehr Sport„. Grundsätzlich ist diese Aussage richtig,
aber nicht pauschal anwendbar.

Ein junger Patient benötigt eine andere Behandlung als ein älterer
Patient, ein schlanker Patient ebenso eine andere Behandlung wie ein
Übergewichtigter. Daher ist es wichtig und ratsam sich eine fachkundige
Meinung vom Facharzt einzuholen und mit diesem einen individuellen Plan
auf Sie abgestimmt zu erstellen und gemeinsam künftige Ziele zu besprechen.

Sport & Ernährungsumstellung erreichen schon viel

Folgende 3 Kriterien unterstützen die Senkung:
– Ausdauersport
– Salzreduktion im Körper
– Gewichtsreduzierung

Studien haben belegt, dass 3 Stunden Ausdauersport in der Woche und eine
gesunde Ernährungsumstellung den Blutdruck um bis zu 5 Skalenwerte
senken können. Und mal ernsthaft: 3x je 1 Stunde Ausdauersport in der
Woche, sei es Joggen, Fahrrad fahren oder gar Schwimmen, sollte jedem
seine Gesundheit wert sein!

Lesen Sie auch: So nehmen Sie schnell gesund ab!

Blutdruck so weit wie möglich senken? NEIN!

Galt früher die umgangsprachliche Regel, bei vorhandenem Bluthochdruck
diesen so weit wie möglich zu senken, ist man heute einen Schritt
weiter: ein pauschales Ziel gibt es nicht, sondern muss individuell auf
den Körper angepasst werden.

Die Erklärung hier für ist einfach wie logisch: Bei bereits vorhandenen Schäden an den Blutgefäßen, wie es z.B.
häufig bei Diabetikern der Fall ist, treten bei zu niedrigen Blutdruck
Durchblutungsstörungen auf, was ebenfalls ungesund ist.
Daher die dringende Empfehlung einen Facharzt zu kontaktieren und mit
diesem den persönlich optimalen Blutdruck zu erarbeiten.

Abschließende Worte

Wir hoffen Ihnen bewusst machen zu können, wie gefährlich diese
schleichende Krankheit“ letzendlich werden kann – so gefährlich sie
aber ist, so leicht ist sie aber auch zu bekämpfen – mit viel Disziplin
und Durchhaltevermögen. Wir können nur Tipps & Hinweise geben, wie man
ansetzen kann, letzendlich empfehlen wir aber unbedingt eine fachkundige
Meinung vom Facharzt einzuholen und mit diesem einen
Schritt-für-Schritt-Plan auszuarbeiten.

Denken Sie immer dran: Es geht um Ihre Gesundheit!

Comments
  1. 5 Jahren ago

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

4 × 4 =

Impressum